Politische Gegner

Heute Nacht habe ich von Hannah Arendt geträumt (muss ich immer zur Sicherheit nochmal googeln, den Namen). Sie war schon sehr alt, klein und zart, aber immer noch so klug und scharfsinnig wie früher, und sie lag da, in meinen Arm gekuschelt, und sprach. Worüber, das weiß ich nicht mehr. Aber heute ergibt der Traum Sinn.

Ich war gestern auf der Demonstration für das Flüchtlingsheim in Liesing und bin nach Ende der Veranstaltung mit einer Teilnehmerin der FPÖ-Demonstration, die das Heim ablehnt und gegen die aufzutreten wir uns versammelt hatten, ins Gespräch gekommen. Die Frau war Taxifahrerin, nett und lustig und ebenso interessiert am Austausch wie ich. Sie hat Angst, dass auch in Österreich Terroranschläge des IS stattfinden werden, dass sie bald nicht mehr Deutsch und Dialekt sprechen kann, weil so viele Fremde kommen. Sie ist keine Rassistin, sondern sagte immer wieder, man müsse die Einzeltäter finden, das könne nicht gelingen in Flüchtlings-Massenquartieren. Sie wusste, Multikulturalität gehört zum Leben in der Stadt, in jeder Stadt – für sich hat sie entschieden, lieber zurück aufs Land zu ziehen.

Solche Leute wie sie müssten wir gewinnen können, denke ich seither. Um die wäre zu kämpfen, denen müssten Angebote gemacht werden, die sie verstehen, die sie abholen. Heinz und seine Kumpane sind für die Demokratie verloren, bei ihnen ist alles vergebliche Liebesmüh. Die Taxifahrerin hingegen will selber in eine Unterkunft fahren und sich ein Bild machen. In ihrer Tasche hatte sie ein Österreich-Fähnchen, weil sie sich Sorgen um das Land macht, und es war für sie selbstverständlich, auf die FPÖ-Demo zu gehen.

Ich denke, wenn wir klarer sagen würden, wer unser politischer Gegner ist, könnten wir Leute wie die Taxifahrerin auch wieder sehen, die das nicht ist. Die Konsensdemokratie ist an ihrem Ende angelangt, sie wurde von rechts dorthin geführt. Den Gegner zu benennen hieße auch zu sagen: Bis hierher und nicht weiter. Ich wünschte, es wäre soweit.

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Uaaahh :: Zinckgasse

Heute haben wir ein Anbot für den Kauf einer Eigentumswohnung unterschrieben. Großer Wohnraum, drei Schlafkabinette, Balkon, Altbau, ruhige, kühle Lage direkt hinter dem Westbahnhof, gute Volksschule gegenüber und Billa in Sichtweite. Tolle Ausstattung, günstiger Preis.

Ich würde mich gern mehr freuen können, aber das kommt vielleicht erst. Im Moment denke ich nur, wie ungerecht es ist, dass meine Ahn*innen halt irgendwann am Land zwei, drei Äcker gekauft haben, die jetzt zu Bauland umgewidmet und verkauft werden konnten. Dass 200.000 Euro lukriert und angelegt werden können, für die ich nichts getan habe und auch meine Eltern nicht und eigentlich niemand, den ich kenne. Es ist so ein unverdientes Geschenk und ein so großes, dass ich mich dafür schäme. Ich denke nach, wann und wie ich es meinen Freund*innen sagen kann, wann und wie ich sie einladen und ihnen die Wohnung zeigen kann, wann und wie ich das schaffe. Ich glaube, in meinem Freundeskreis könnte niemand sich eine Wohnung kaufen. Meine Eltern schauen immer komisch, wenn ich ihnen sage: In meiner Welt sind wir die Reichen.

Dann kommt noch dazu, dass man auf 90 Quadratmetern mit drei Schlafkabinetten locker sechs Leute unterbringen könnte, für eine Übergangszeit auch mehr. Was soll ich der syrischen Familie sagen, die jetzt in einer Wohnung mit einem Schlafzimmer leben, wo die drei Kinder gemeinsam auf der Auszieh-Eckcouch schlafen? Sie haben N. und mich zum Besuch inklusive Essen eingeladen, es war total nett, ich möchte sie zum Gegenbesuch einladen und schäme mich für meinen Luxus und mein Glück, für die ich – siehe oben – wirklich gar nichts getan habe. Für die Familie ist es eine große Verbesserung, aus dem Massenquartier herauszusein, sie sind auf einem guten Weg, haben schon den positiven Asylbescheid, der Mann, M., hat sogar einen Job bekommen, die Frau, N., hatte bisher nur den Beruf der unbezahlten Hausfrau, da wird es schwer mit der größeren Wohnung, aber wer weiß, was sie noch schafft, sie ist jung und klug.

Und ich schäme mich, dass wir niemanden aufnehmen werden in unsere Wohnung.

Vielleicht in ein paar Jahren, wenn unser N. größer ist. Oder mir fällt etwas anderes ein, mit dem ich meine Schuld gegenüber dem Universum ausgleichen kann.

The Night Manager S1E1

Die Hoffnung geht manchmal verschlungene Wege. Weil die Mediathek der BBC, der iPlayer, gar nicht startet, wenn man mit einer nicht-britischen IP-Adresse darauf zugreift, warf meine Hoffnung sich dem BBC-Store in die Arme. Dass der iPlayer gesperrt ist, wird ja immer damit erklärt, dass die britischen Gebührenzahler*innen nicht betrogen werden sollen. Das ist bei einem Kauf ohnehin nicht der Fall – dachte ich. Ich bezahle ja für das ausgewählte Produkt – dachte ich. Alles schien perfekt: Hier wurde nur eine britische Rechnungsadresse verlangt, dann musste man sich die Download-Software herunterladen, die Kreditkartennummer angeben, der Betrag wurde abgebucht – und dann konnte ich die gekaufte Serie nicht herunterladen. Denn auch bezahlte Produkte stehen nur in UK zur Verfügung.

Wie wahnsinnig ärgerlich, das so spät im Prozess zu erfahren. Und wie nervig, nach einem halben Abend herumgeklicke doch nicht die Serie sehen zu können, auf die ich mich schon so freute. Den Support vom BBC-Store in Action zu erleben, war zwar auch nicht schlecht. Das war der schnellste, freundlichste und erwähnte ich schon wirklich allerschnellste Support, den ich je in Anspruch genommen habe. Aber unter dem Strich war das alles nicht schön.

Je nun, es finden sich andere Wege, das gewünschte Medienerzeugnis zu konsumieren. Gestern abend habe ich mir endlich S1E1 – eigentlich den Piloten – von „The Night Manager“ nach John le Carré mit Tom Hiddleston, Olivia Colman und Hugh Laurie angeschaut.

Es war faszinierend, sogar körperlich zu spüren, wie der H. neben mir sich mit dem Night Manager Jonathan Pine (Hiddleston) identifizierte: ein unerschütterlich freundlicher, hilfsbereiter, bis zur totalen Selbstlosigkeit serviceorientierter Mann, der das Gute will und plötzlich gerade dadurch Schuld am Tod einer Frau auf sich geladen hat. Ich sehe das gern, und ich mag, dass solche Männer Protagonisten sind und nicht nur Nebenfiguren.

Hiddleston ist aber auf seine Hiddlestonweise knuffig, wuschelhundig und unschuldig, dass es mir schwer fiel, ihm die Kriegs- und Soldatenerfahrung abzukaufen, die er laut Backstory hat. Ich dachte die ganze Zeit, dass er die Belege für Waffenhandel, die die Frau ihm zugeschoben hat, nur deshalb an die britische Botschaft weiterleitet, weil er in seinem Hotel in Kairo keine Probleme bekommen will. Sauberhalten, weg mit der Gefahr, das wäre ein viel überzeugenderes Motiv für mich gewesen.

In der Serie hält er jedoch schließlich sogar eine kurze Offenbarungsrede an seine Handlerin beim Geheimdienst, dass er schließlich britisch sei und der Waffenhändler auch britisch, und das gehe nicht an, was dieser tue, und jeder andere Brite hätte dasselbe getan. Vielleicht also nicht ganz optimal besetzt, die Rolle. Aber super gespielt von allen, großartig anzuschauen, total spannend, und Hugh Laurie als Fiesling von Weltformat ist sowieso jede Minute wert.

Sprechen, schreiben, schweigen II

Andererseits …

Was der im letzten Posting verlinkte Artikel auch versäumte, war die Unterscheidung zwischen political correctness und Identitätspolitik zu treffen. Ein Beispiel: Political correctness ist, das N-Wort nicht zu verwenden – weder als Bezeichnung für Menschen noch für von bestimmten Mermalen dieser Menschen abgeleitete Objekte. Identitätspolitik bedeutet, dass nur über Rassismus sprechen darf, der/die davon als Opfer betroffen ist. Political correctness ist erlernbar, mithin vermittelbar. Identitätspolitik rekurriert auf die Gefühle von Betroffenen, und über Gefühle lässt sich in unserer Gesellschaft nicht diskutieren. Wer weint, hat recht, pointiert gesagt, und wer verletzt ist, ist das eben. Es ist in unserer Welt nicht möglich, Gefühle als Produkte eines falschen Bewusstseins zu kritisieren.

Ich bin versucht, diese Entwicklung auch den 68ern und den alternativen Strömungen nach ihnen anzuhängen, ihrem Bezug auf Gefühle, Authentizität, Auskotzen und Rauslassen. Aber wahrscheinlich ist das zu undifferenziert. Die 68er hatten doch zumindest noch eine politische Haltung, eine analytische, an Strukturen interessierte Sicht auf die Welt. Die Alternativen danach hatten damit nichts am Hut.

Wenn man nicht alle Erscheinungen studentischer Wehleidigkeit als altersspezifisches Heischen um Aufmerksamkeit abtun will, wird man diesen Spuren nachgehen müssen – warum so viele Menschen plötzlich meinten, ihre Gefühle seien wertvoll und wert, nicht verletzt zu werden.

Sprechen, schreiben, schreien

Sabina hat auf Facebook diesen Artikel verlinkt. Auf ihre Geschichte mit dem Thema Political Correctness und Diskursstreit an der Universität möchte ich hier nicht eingehen, sondern nur kurz ein paar Gedanken zu dem Text aufschreiben.

Zuerst: Der Artikel vermischt wirklich sehr viele unterschiedliche diskursive Konflikte, ohne auch nur zu versuchen, sie einzeln oder gar die Zusammenhänge zwischen ihnen zu analysieren. No platform policy, safe spaces und Season’s Greatings – irgendwie ist alles eins in diesem Text: ein Symptom des frei flottierenden studentischen Irrsinns. Dabei, um das nur kurz auszubuchstabieren, ist no platform policy ein Kampf um Ressourcen, safe spaces sind wohl Methoden der Sorge um sich und anderen, und die religionsneutrale Weihnachtskarte ist – ich scheu mich fast, so eine Banalität aufzuschreiben – in einem globalisierten Wirtschaftssystem ein Gebot der Höflichkeit.

Ich frage mich auch, ob man vielleicht etwas mehr daraus herauslesen könnte als unterstellte Lebensuntüchtigkeit, wenn, wie behauptet wird, eine ganze akademische Generation sich vor intellektuellen und emotionalen Zumutungen zu schützen versucht. Man könnte sich fragen, ob diese Generation nach 30 Jahren neoliberaler Propaganda vielleicht einfach keine andere Systemkritik zur Verfügung hat als zu sagen: „Ich möchte lieber nicht.“ Man könnte sich fragen, ob diese Generation vielleicht einfach den Stinkefinger zeigt. Die freie intellektuelle Auseinandersetzung, die durch dieses Verhalten tatsächlich sabotiert zu werden scheint, ist vom Wirtschaftssystem in den vergangenen Jahrzehnten so grundlegend der Lächerlichkeit preisgegeben worden, dass man sich wirklich die Frage stellen muss, worum hier von Seiten der Professor*Innen getrauert wird. (Ich weiß es schon: Sie riskieren die Chance auf geistige Freiheit, und mir persönlich ist das Verhalten auch nicht sympathisch. Es wirkt beklemmend auf mich. Aber das genügt doch nicht als Analyse.)

Der Artikel erwähnt es auch: Neu ist das rabiate Verhalten der Studierenden nicht, auch in den 1960ern wurde kräftig gebrüllt. Mir ist jedoch nicht bekannt, dass die Generation der 68er sich als besonders lebensuntüchtig erwiesen hätte. Am Ende wurde doch von jeder Generation noch brav mitmarschiert. Welchen Kulturwandel sie wirklich verursacht, zeigt sich erst viel später. So haben die 68er die patriarchalische Nachfolge der Söhne perfektioniert, die Übernahme der Pflichten der Väter aber verweigert. Wir werden sehen, was die Millennials tun werden. Ich könnte es derzeit nicht sagen.

Adnan

Er war, wie oft wird es gewesen sein?, drei-, viermal bei mir im Deutschunterricht. Groß, dünn, ein lustiges Gesicht. In der ersten Stunde hat er, wie die meisten, die Jacke nicht ausgezogen, es war schon kalt und der Raum, in dem wir lernen sollten, gerade erst eine Viertelstunde geheizt.

Aus dem Irak ist er, er kann unsere Schriftzeichen, seinen Namen schreiben, sein Geburtsdatum. Manchmal zieht er eine billige Lesebrille aus der Tasche und setzt sie auf.

Einmal hatten wir eine sehr lustige Stunde, mit ihm und Huda, die auch aus dem Irak ist, und anderen Frauen. Wir haben gelernt und geblödelt. Keine Sekunde war da ein Geschlechterstress. Danach haben sie mich ins Raucherkammerl eingeladen, und Huda und er und ich haben versucht, uns zu unterhalten.

47 ist er, vier Kinder hat er, von denen eines bei ihm ist, wenn ich es richtig verstanden habe, und er war Lastwagenfahrer von Beruf. Als er das erzählt, habe ich den Eindruck, er schämt sich ein wenig dafür. Wenn seine Frau wieder bei ihm ist, wird mir übersetzt, will er mit ihr noch ganz viele Kinder machen – wir lachen, es ist ein Witz.

Letzte Woche war er nicht im Kurs, und heute auch nicht, aber als ich grad gehe und unten ander Rezeption vorbeikomme, steht er da und spricht mit der Frau vom Verein hinter dem Tresen. Neben ihm ein junger Mann, der dolmetscht. „Adnan!“, rufe ich und bleibe stehen. Er schaut mich an, denkt kurz nach und sagt: „Pamihla!“ Und freut sich, weil er sich meinen Namen gemerkt hat.

Die Frau sagt mir, er sei gerade beim Amt gewesen und habe seinen Bescheid erhalten. Adnan zieht einen Zettel aus der Klarsichtfolie, blättert herum, zeigt mir eine Seite, die Frau spricht weiter: „Bulgarien oder Schweden sollen zuständig sein.“ Ah ja, da steht es ja. Adnan zieht Ausweise aus der Tasche, ein Visum oder einen Einreisestempel aus Bulgarien, von 2008, einen schwedischen Ausweis. Mit den Fingern malt er die Stationen auf den Tresen: Irak – Bulgarien – Schweden – zurück nach Bulgarien – zurück in den Irak – von dort nach Österreich. Er lächelt tapfer, wie immer.

Wenn er 2008 in Bulgarien war, ist er seit acht Jahren unterwegs. Seine Kinder wachsen ohne ihn auf. Ich versuche, mir das vorzustellen. Er versucht, mit der Frau am Tresen zu kären, was ihm vom Amt jetzt weiter zu tun aufgetragen wurde. Morgen um acht Uhr früh muss er zur Diakonie, er soll pünktlich sein, es sind viele Menschen dort.

Ich weiß nicht, ob ich ihn wiedersehe, ob er sofort abgeschoben wird oder ob er Einspruch erheben kann und will. Ich will ihn eigentlich um seine Handynummer bitten oder ihm meine geben, aber ich traue mich nicht. Hilflos sage ich „Alles Gute!“, der Dolmetscher übersetzt, Adnan gestikuliert, will es auf ein Post-it aufgeschrieben haben. Dann trolle ich mich.

Labyrinth-Gedächtnis-Blogpost

Damals schlief ich noch mit meiner Schwester in einem Zimmer. Ich weiß das, weil ich mich deutlich erinnere, mich auf das obere Stockbett geworfen zu haben. Und ich weiß mit Sicherheit, dass ich seufzte: »Warum passiert mir nie sowas?«

Bei einem Märchenfilm wie »Labyrinth«, aus dem wir gerade heimgekommen waren, ist das natürlich eine seltsame Frage. Warum werden meine Plüschtiere nicht lebendig? Warum darf ich nicht meine Kräfte mit David Bowies Leggins einem Koboldkönig messen? Warum tanze ich nicht auf einem Maskenball in einer Glaskugel?

In Wirklichkeit bezieht sich die Frage natürlich auf etwas anderes, und die Reaktionen vieler Frauen, die heute nach David Bowies Tod von »Labyrinth« erzählten, ließen daran auch keinen Zweifel. Es war eine wunderschön anzuschauende, spannende und berührende Coming-of-Age-Geschichte, deren sexuelle Untertöne ich damals kaum verstand, die aber stark spürbar waren und viel dazu beitrugen, dass der Film sich in mir über Monate oder vielleicht sogar Jahre festsetzte.

Für mich war »Labyrinth« aber auch eine – vielleicht die erste – von vielen Geschichten, die mir den Glauben an den Märchenprinzen austrieben, noch bevor er überhaupt richtig festgesetzt war. Was für ein Glücksfall! Als Sarah im Schlussshowdown Jareth gegenübersteht und er in letzter Not noch einmal sein Süßholz abraspelt, schaltet sie einfach auf Durchzug, bis ihr die entscheidenden Worte wieder einfallen: »Du hast keine Macht über mich.« Und das war es dann. (YouTube-Link)

Dann ist der Zauber vorbei – fast. Denn ihre neuen Freunde bleiben bei ihr. Und es blieb bei der Zuschauerin auch die Melancholie darüber, dass Sarah ihren erfundenen Märchenprinzen austreiben musste. »I can’t live within you« (YouTube-Link) hatte eine von Jareths Balladen geheißen. Niemand in dem Film hielt es jemals für eine gute Idee, sich mit einem dominanten Alphatier in den schon erwähnten Leggings einzulassen, nicht einmal der König selbst.

Wie gesagt – was für ein großer, großer Glücksfall.

In den folgenden Jahren wurde ich David-Bowie-Fan, und ob er mir gefiel, weil ich seltsam war, oder ob ich seltsam wurde, weil er mir gefiel, lässt sich überhaupt nicht sagen. Woher ich Bowie überhaupt kannte, habe ich  den wenigen Menschen, mit denen ich über ihn sprechen konnte, verschwiegen. Denn das wusste ich schon, dass Kulturprodukte, die sich an Mädchen richten, als lächerlich gelten, egal wie gut sie gemacht sein mögen.

»Low« (YouTube) wird für immer eine Lebensplatte von mir sein, auch wenn ich sie nur in einer Kassettenversion vom Markt in Lignano kenne, ebenso »David Bowie live at the Tower Philadelphia« (YouTube). Bei »Never Let Me Down« bin ich dann ausgestiegen, die letzten Veröffentlichungen sind mir egal geblieben. Die Trauer, die heute nach Bowies Tod in sämtlichen Social-Media-Kanälen ausbrach, teilte ich nicht. Ich war schon viel zu weit weg. Später daheim hörte ich nur kurz »Absolute Beginners«

Es war einfach großartiges Songwriting.

Und es war die Stimme.

Also hoch die Tassen auf einen Künstler, der einen Teil von jedem unserer Herzen verzehrt hat!

 

(Und der, nebenbei, auch ein wirklich eher nur so mittelmäßig guter Schauspieler war. Küsschen!)