Schreiben gegen Geld

crossett_library_bennington_collegeMit 16 hatte ich meinen ersten (Ferien-)Job bei einer Zeitung, dem »Tagblatt« in Linz. Neben dem riesigen dröhnenden Rechner, an den man mich setzte, lag eine dicke Mappe mit Terminen, Flugblättern und Einladungen. Grau auf schwarz: die Eingabemaske für den Veranstaltungskalender im Redaktionsprogramm.

Voller Ehrfurcht machte ich mich daran, alles ganz genau einzutippen. Als der zuständige Redakteur sich mein Werk anschaute, entkam ihm ein Grinsen: Ich hatte schon mit den ersten drei Veranstaltungen den vorgesehenen Platz verbraucht und den Rest des Wochenprogramms im Überlauf versenkt.

Das Zeitungmachen hat mich trotz dieses holprigen Starts nicht mehr losgelassen. Peter Praschl hat die Liebe zur Zeitung in einem wunderbaren Text beschrieben, in dem ich mich ganz wiederfinde: »i ist kein gutes initial«

Weil aber, wie Sie wissen, die Zeitungen ihre Leute nicht mehr ernähren können oder wollen, habe ich auch anderswo getextet: im Corporate Publishing, in der Werbung, in der technischen Kommunikation. Und ich habe festgestellt, dass ich auch hier vieles ausleben kann, was mir am Zeitungmachen Spaß macht: das Recherchieren, das Formulieren, das Gestalten zusammen mit der Grafikabteilung zum Beispiel.

Einige Zeitschriften, Beilagen und Werbemittel, die ich bisher gestaltet habe, können Sie auf meinem Issuu-Account unter www.issuu.com/krumpame durchblättern.

Bild: Flickr // Crossett Library Bennington College

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