[26. Februar 2016] Zwischenzeit

Zwischen Büchern, ohne rechten Plan für die nächste Lektüre.

Der N. heute krank, ich bei ihm daheim, Fieber, Husten, Gelächter und Meckern. Im Schlaf verschwitzte Haare. Der H. wieder auf Reisen, in London dieses Mal. Ich koche nicht, nur dem Kind einmal Suppe und dann Palatschinken. Ich esse schlecht. Fühle mich unrund, wie nicht ganz gesund, wie nicht ausgeschlafen, keine Lust auf die Welt.

Alles schnurrt auf den N. und den H. zusammen, Johannes kommt gerade irgendwie dazu (Hi, Leser!), sonst aber rutschen mir eher die Leute weg. Grad ist alles Aufgabe.

Grad ist alles fremd, mit meinen Büchern, dem Deutschkurs bleibe ich allein, auch gegenüber dem H. Ich sollte mehr reden, was das mit mir macht. Ich bin das aber nicht und werde es nicht mehr.

(Das hatten wir anders vereinbart. Das Sprechen haben wir uns zugesagt. Das war mein Versprechen. So sei es.)

Umarmungen. Lachen. „Ich liebe dich“, sagt sie mir, die hoffnungsloseste Deutschlernerin von allen. Das Zutrauen der Männer. Das Heimweh, der Schmerz, die sich langsam erst zeigen. Ich bin im vollen Kitschmodus, Zitate aus dem kleinen Prinzen fallen mir ein, zu meiner größten Beschämung: Dass man für jenes verantwortlich sei, das man sich vertraut gemacht habe.

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