11 Fragen zur Nacht

Die hochverehrte Frau Novemberregen hat etwas erhalten, das wir früher Stöckchen nannten: einen Kettenbrief mit Aktivitätserfordernis im Blog. Auf ihre ausdrückliche Aufforderung hin nehme ich mir die von ihr erstellten 11 Fragen zur Beantwortung vor.

1. Finden Sie, so im Schnitt, Sie haben es schwerer oder leichter als die meisten Leute, die Sie kennen?
Leichter. Deutlich leichter. Es ist schon so lange so leicht, dass ich mich offen gestanden manchmal frage, wie lang das noch gutgehen kann.

2. Wann haben Sie das letzte Mal laut gelacht?
Heute.

3. Worüber?
Über viele kuriose Sachen, die mein dreijähriger Sohn so macht: Rollenspiele, kokette Gesichter, altkluge Kommentare, euphorische Ausbrüche bei der Benutzung der Buslinie 13a.

4. Was ist für Sie aktuell das schwerwiegendste gesellschaftliche Problem?
Rassismus und Backlash.

5. Was tun Sie ganz persönlich, um es einer positiven Lösung zuzuführen?
Flüchtlinge beim Deutschlernen unterstützen und Feministinnen auf Social Media mit Likes und Herzchen bestärken. Es ist wenig und ich denke jeden Tag, dass ich mehr – ehrlicherweise: überhaupt etwas – tun müsste. Aber ich schaffe es nicht. Ich ertrage es nicht einmal, morgens die Presseschau im Deutschlandfunk zu hören, weil dieser nie versiegende Strom von intellektueller Inkonsistenz, Menschenhass und Abwertung mich fertig macht. Man muss kühl sein können, um dem entgegenzutreten.

6. Wie finden Sie die Schuhe?
Frau Novemberregen! Das Bild dieser Schuhe hat mich überhaupt erst veranlasst, Ihr Stöckchen aufzugreifen. Es triggerte die Erinnerung an diese Tasche. Seit mir die Existenz dieser Tasche sowie die Tatsache, dass Sie Mühen auf sich genommen haben, um sie zu bekommen, bekannt sind, denke ich anders über die Welt.

7. Wie finden Sie Klopstock?
Jo eh.

8. Wie finden Sie rosa Sekt (trocken) mit O-Saft in großen Wassergläsern?
Warum kippt jemand süßen Saft in trockenen Sekt? Das ist alles ganz falsch. Große Wassergläser überzeugen mich aber auf Anhieb. Prost!

9. Wovor hatten Sie mal Angst aber haben keine mehr?
Das ist eine DERmaßen gute Frage. Leider habe ich trotz vielem Nachdenken nur eine sehr langweile Antwort gefunden: Ich hatte Angst, aufgrund meines langjährigen Lebens als Single vollständig zu verschrullen. Die Beziehung und Ehe mit dem H. hat dem vorerst Einhalt geboten. Für die zu erwartende lange Witwenzeit stehen praktikable Lösungen allerdings noch aus.

10. Wie stehen Sie zu Kaktehen? (Entschuldigung…)
Sie irritieren mich. Für eine Pflanze hat der Kaktus zu wenig Blätter, für ein häusliches Dekoelement zu viele Stacheln. Ich erinnere mich aber gern an den 1,5 Meter hohen Kaktus in meiner Kindheitswohnung, der zweimal jährlich von mindestens zwei Personen mit Handschuhen und vielen Geschirrtüchern bewegt werden musste: im Frühjahr auf den Balkon, im Herbst zurück in die Wohnung. Kapriziöses Ding.

11. Was wollten Sie noch sagen, alternativ: was wollten Sie noch wissen?
Wird das was mit der Weiterbildung, die eine Leserin bzw. ein Leser bei Ihnen angefragt hat? Ich wäre auch interessiert, weiß aber nicht, ob Sie langsame, schweigsame Menschen als TN aufnehmen möchten. Das wäre wohl Grundlagenarbeit.

Ich habe auch 11 Fragen, und falls irgendjemand dieses Blog liest, möge er/sie diese beantworten.

  1. Stört es Sie, nicht 10 oder 12, sondern ausgerechnet 11 Fragen zu beantworten?
  2. Was und wann war „Blogmich“?
  3. Wie stehen Sie zum Duzen am Arbeitsplatz?
  4. Wie erleben Sie den Arbeitsalltag mit KollegInnen, die zehn Jahre jünger sind als Sie?
  5. Rauchen Sie?
  6. Neigen Sie generell zu Süchten?
  7. Sind Sie soviel allein wie Sie das möchten?
  8. Warum ist „Der Tatortreiniger“ eine gute Serie?
  9. Wieviel Schlaf brauchen Sie pro Tag?
  10. Wer regiert die Welt?
  11. Stellen Sie sich die Sinnfrage?
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2 Kommentare

  1. Dankeschön noch einmal.

    Zur Frage unter 11: es gibt da eigentlich nur zwei Dinge zu vermitteln, erstens: immer sagen, was einem durch den Kopf geht und zweitens: das Gespräch keinesfalls abreißen lassen und so lange nachfragen, bis man sein Ziel erreicht hat. Aber Vorsicht, das wird zum Selbstläufer und irgendwann unkontrollierbar 😉

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