Was war und was wird

Freundschaften und Familie

Seit 2013 spreche ich vom H. und von unserem Sohn N. als »meine Familie«. Das vergangene Jahr hat sich auch im wesentlichen um die beiden gedreht. Was ich zu geben habe, erhielt zuerst der kleine N., an zweiter Stelle stand der H., den ich seit diesem Jahr amtlich bestätigt meinen Mann nennen darf.

Auch meine Eltern sind nähergerückt, vor allem natürlich wegen dem N., ihrem Enkel.

Freundschaften haben sind verändert. Eine sehr langjährige und enge Freundin hat den Kontakt zu mir abgebrochen. Zwei, drei nehme ich nur auf Facebook wahr. Mit einer anderen verstehe ich mich besser denn je, mit einer und einem ist es inniger geworden, eine kam neu dazu. Zwei sind nach vielen Jahren ohne Verbindung wieder am Horizont aufgetaucht und haben noch nicht wieder richtig in meinem Leben platzgenommen. Fast alle habe ich viel zu selten gesehen.

Im neuen Jahr 2014 möchte ich meinen Radius vergrößern und zu mehr Menschen aktiv den Kontakt suchen. Dieses Thema beschäftigt mich seit langem, und der Vorsatz ist ebenfalls nicht neu. Ich überlege, mir das dieses Jahr als Aufgabe in den Kalender zu schreiben: Jeden Monat eine andere Freundin/Bekannte anrufen und ein Treffen vereinbaren! Kommt mir einerseits seltsam vor, ist aber andererseits – wenn Leben und Berufe und Familien und Freundschaften so vor sich hin verlaufen – wohl die einzige praktikable Möglichkeit. Trotzdem bleibt für mich die Frage, ob es mir vielleicht so, wie es ist, vom Wesen her entspricht. Denn …

Offenheit und Austausch

… wenn ich mein Verhalten im Netz anschaue, fällt mir meine eigene extreme Zurückhaltung auf. Damit bin ich ebenfalls seit einiger Zeit nicht zufrieden. Natürlich will ich nicht mich und mein Leben rückhaltlos ins Internet  kippen. Davon bin ich weit entfernt. Im Gegenteil, meine übergroße Vorsicht hindert mich daran, kreativ zu sein, meine Gedanken zu formulieren, sie zur Diskussion zu stellen oder auch einfach nur das regelmäßige Formulieren zu üben. Ich weiß außerdem, dass viele Blogger*innen sich ärgern, wenn Leser*innen nur konsumieren und keinen eigenen Kommentar- oder Diskussionsbeitrag hinterlassen (ich selbst empfinde das ähnlich), dennoch erlebe ich mein eigenes Kommentieren noch immer als Ungehörigkeit, zu der ich mich aus rationalen Überlegungen überwinden muss.

Ich beneide die Menschen, die einander im Netz kennengelernt haben. Mir ist das bis jetzt nur einmal gelungen. Ansonsten schreibe ich für jene, die ich aus dem Kohlenstoffleben kenne.

Im neuen Jahr 2014 möchte ich zumindest jenen Blogger*innen, die ich seit langem still verehre, die im Kopf schon lang geschriebenen Teenager-Fan-Mails schicken. Und ich möchte im Netz sichtbarer und erkennbarer werden.

Arbeit und Beruf

Dass ich online so gut wie nicht vorhanden bin, ist auch aus beruflichen Gründen fatal. Für die Textarbeiterin, die ich sein möchte, wäre das regelmäßige Schreiben und Publizieren eine hervorragende Visitenkarte.

Im neuen Jahr 2014 werde ich einen Job beginnen. Derzeit bin ich noch mit der Suche beschäftigt, im Hintergrund lauert außerdem immer noch die Frage, ob eine Selbständigkeit nicht doch zu schaffen wäre. Auch im Berufsleben ist, wie in den Beziehungen und online, das Abwägen zwischen Vernetzung und Autarkie mein Thema. Und dieses Thema: das war und das wird wohl immer sein.

Bild: Topkapi-Palast // Istanbul // Urheberin Pamela Huck

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