Hustensaft: Ein Hausmittel

Heute muss ich das Loblied des Schwarzen Rettichs singen. Ich habe keine Ahnung, was man daraus kochen kann, aber schon als ich ein Kind war – und heute, mit dem kleinen N. im Hause, wieder – hat er uns mit dem simpelsten, leckersten und billigsten Hustensaft versorgt, der sich denken lässt. So geht’s:

  • Schwarzen Rettich kaufen. Gibt’s auf Gemüsemärkten, ich kaufe ihn am Naschmarkt. Obacht, nicht mit Roten Rüben verwechseln!
  • Unter dem Blätteransatz einen kleinen Deckel abschneiden.
  • Rettich aushöhlen, Rettichfleisch entsorgen oder, wenn man weiß wie, verkochen (siehe oben).
  • Ausgehöhlten Rettich mit Kandiszucker füllen, den Deckel wieder drauflegen und stabil auf die Anrichte stellen.

Ich baue ihm dafür in einer kleinen Plastikschale ein Nest aus Alufolie. Auch wenn er anfangs selber zu stehen scheint: Der Rettich wird mit der Zeit weich und kippt dann um, das will niemand.

  • Ein paar Stunden warten.

Durch den Zucker zieht der Rettich reichlich Wasser, das wiederum den Zucker auflöst. (Man kennt das Prinzip vom Weißen Rettich, der gesalzen zur bayerischen Brotzeit gereicht wird.) Der so entstandene Hustensaft hat nur einen ganz leichten Rettichgeschmack, der aber nicht einmal so wählerische Kinder wie meinen N. stört.

  • Deckel lupfen, Hustensaft löffeln, Deckel wieder drauflegen. Kann ein paar Tage so stehen bleiben.

Ich gebe dem 17 Monate alten N. je nachdem, wie stark sein Husten ist, mehrmals am Tag ein paar Teelöffel voll Saft. Vor allem natürlich abends, damit er gut schlafen kann und sich nicht selbst durch sein Husten aufweckt.

Zum Schluss noch die Hausverstands-Erklärung: Wenn ein Kind anhaltend hustet, muss es unbedingt vom Arzt/von der Ärztin untersucht werden. Ich weiß zum Beispiel von der Ärztin, dass N. nur deshalb hustet, weil seine Schnupfennase verstopft ist. Daher muss er mit offenem Mund atmen, was wiederum die Schleimhäute austrocknen lässt und den Hustenreiz verursacht.

Foto: Schwarzer Winterrettich // Wikimedia Commons // Zyance

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