Was ich heute vom Fußboden aufgeklaubt habe

Und zwar zwischen 7:30 und 14:00 Uhr:

1 Schuhlöffel
diverse Klopapierfutzel
1 Geldbörse
diverse Bankomat- und andere Karten
N.s Kleidung
N.s Badetuch
1 Nudelsieb
1 Kochlöffel
1 Schalotte
Noch 2 Schalotten
1 Plastikschüssel
Manduca (=Babytrage)
Handballwoche (=Magazin)
4 Flaschen Duschgel und Shampoo (mehrmals)
1 Socke
1 Schnuller
diverse Taschentücher
3 Holzkugeln
1 Milchflasche
Sandspielzeugset (Küberl, Schaufel, Rechen, Sieb, 2 Förmchen)
1 Mütze
1 Taschentuch
1 Abflusspümpel
1 Tablett
4 Beutel Katzenfutter
Handballwoche (again!)
1 Plastikschüssel

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Der erste Kreis

Heute habe ich ein Mail von einer Freundin erhalten, die ich zehn Jahre lang nicht gesehen und nicht gesprochen habe. Sie war mit mir damals im Wahlpflichtfach Russisch, so haben wir uns angefreundet. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sie sich meldet, und dann ist mir aufgefallen, dass sich offenbar der erste Kreis des Weggehens und Wiederkommens in meinem Leben zu schließen beginnt.

Im Juni waren es 20 Jahre, dass wir maturiert haben. Für mich war damals klar, dass ich nach Wien gehen und das Landleben, das mir mit seiner Langweiligkeit noch viele Jahre bleiern an den Füßen hing, hinter mir lassen werde. In diesen 20 Jahren habe ich studiert, gearbeitet und, was in meinen Augen am meisten zählt, in Guatemala, London und Deutschland gelebt. Jetzt bin ich wieder in Wien, und meine Herkunftsregion macht mir keine Angst mehr. Ich habe, gemeinsam mit meiner Schwester, formalrechtlich unser Elternhaus übernommen und werde vielleicht sogar bald einmal auf ein Klassentreffen gehen.

Ich bin gespannt, was der nächste Kreis bringen und wo er mich, meinen Mann und unser Kind hinführen wird.

E-Reader: der Fehlkauf des Jahres

tl;dr: E-Reader braucht kein Mensch. Kaufen Sie sich lieber ein kleines Tablet.

Ich bin kaum anfällig für Gadgets, und deshalb hat es auch lang gedauert, bis ich mir einen E-Reader gekauft habe. Auslöser war das sehnenscheidenzerstörende Gewicht von H. v. Doderers »Dämonen«, das ich mir gern per Elektrobuch erspart hätte.

Erster Fehler bzw. Recherchelücke: Das Buch gibt’s gar nicht als E-Book.

Zweiter Fehler: Ich habe unterschätzt, wie wahnsinnig nervtötend das Digital Rights Management ist. Und mit nervtötend meine ich: zum Das-Gerät-aus-dem-Fenster-Knallen. Man muss nämlich – auf dass man sie nicht unerlaubt kopiere – sämtliche gekauften E-Books über einen zweiten Account bei Adobe laufen lassen, nachdem man zuerst einen Account beim Buchhändler eingerichtet hat. Adobe hat dieses Programm so gestaltet, dass ich es mit viel Mühe und noch mehr Fluchen, meine Mutter (Jahrgang 1951) aber schon ganz sicher einfach nicht bedienen kann.

Mir gelingt es also tatsächlich, etwas zu kaufen und herunterzuladen. Das Gerät versorgt sich anschließend – je nach Qualität des Internet-Empfangs, je nach Verkabelung mit dem Rechner oder freiem Herumliegen, je nach Buchanbieter und je nach gewähltem Dateiformat – mit diversen E-Book-Dateien und legt diese dann irgendwo ab. Laut meiner »Bibliothek« genannten Bücherliste verfüge ich daher bei mehreren Büchern über zwei virtuelle Exemplare, von denen eines in einer Cloud zu liegen scheint, wie mir das Wolkensymbol andeutet. Wo diese spezielle Cloud wiederum sich befindet, ist mir nicht klar. Naives Verbinden des Gerätes mit dem Internet hat die Frage jedenfalls nicht geklärt. (Bezahlt, das zumindest, habe ich das Buch jeweils nur einmal.)

Überhaupt, die »Internetfähigkeit« des Readers! Wer mit dem E-Reader freiwillig ins Internet geht, schickt seine E-Mails wahrscheinlich auch noch über ein 56k-Modem zum Einstöpseln. Mit dem Reader zu surfen (zu »surfen«) ist ungelogen eine Erfahrung, die man einmal gemacht haben sollte.

Aber auch nicht öfter.